{"id":8554,"date":"2020-08-18T17:08:53","date_gmt":"2020-08-18T15:08:53","guid":{"rendered":"https:\/\/luhacovice.cz\/history\/"},"modified":"2020-09-17T09:40:18","modified_gmt":"2020-09-17T07:40:18","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/luhacovice.cz\/de\/geschichte\/","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"\n<p>Die ersten Spuren einer slawischen Besiedlung in dieser Gegend sind schon im 7. und 8. Jahrhundert belegt, wovon arch\u00e4ologische Funde in Obora u Luha\u010dovic zeugen. W\u00e4hrend der Jahrhunderte war die Gegend jedoch nicht dauernd besiedelt. Es war ein Grenzgebiet, geplagt von vielen feindlichen Einf\u00e4llen, welche auch in den kommenden Jahrhunderten das Bauen von D\u00f6rfern und Siedlungen erschwerten. Die erste schriftliche Erw\u00e4hnung von Luha\u010dovice stammt aus dem Jahre 1412. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Luha\u010dovice erst damals besiedelt werden sollte. Die \u00e4lteste mit diesem Gebiet zusammenh\u00e4ngende historische Erw\u00e4hnung bezieht sich auf Prak\u0161ice und Biskupice und stammt aus dem Jahre 1140. Die obigen Bemerkungen \u00fcber das Gebiet von Luha\u010dovice sind ein Beleg f\u00fcr die allm\u00e4hliche Besiedlung, welche aus dem Flachland in die gebirgigeren Gebiete gerichtet war. Es hat sich eine Struktur von D\u00f6rfern und Katastern gebildet, die ohne gr\u00f6\u00dfere Ver\u00e4nderungen bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts erhalten blieb. Die hiesigen D\u00f6rfer haben unter den feindlichen Einf\u00e4llen sehr gelitten. Dar\u00fcber hinaus hat dieses Herrschaftsgut Mitte des 15. Jahrhunderts der ungarische Magnat Pankratz vom St. Nikolaus besessen, der als verh\u00e4ngnisvolle F\u00fchrer einer das ganze Gebiet verw\u00fcstenden R\u00e4uberbande ber\u00fchmt war. Nahrungsquelle in dem h\u00fcgeligen Gebiet von Luha\u010dovice waren Viehzucht und Obstbau, was auch das Siegel &#8211; ein weitausladender Baum mit \u00c4pfeln, rechts ein Sech und links ein Pflugeisen bezeugt.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahre 1590 geh\u00f6rte Luha\u010dovice dem Adelsgeschlecht Bartod\u011bjsk\u00fd aus Bartod\u011bje. Nach der Schlacht auf dem Wei\u00dfen Berg wurde die Stadt beschlagnahmt und sie wurde von Maxmilian von Liechtenstein eingenommen. Dieser hat sie 1629 an Gabriel Serenyi verkauft, wobei sie im Besitz dessen Familie bis 1945 geblieben ist. Dieses Adelsgeschlecht hat in der weiteren Entwicklung der Stadt eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Rolle gespielt. Die Familie Serenyi war sich der Bedeutung des Heilwassers und dessen unternehmerischen Verwertbarkeit bewusst. Graf Ond\u0159ej Serenyi lie\u00df am n\u00f6rdlichen Fu\u00df des Berges Mal\u00e1 Kamenn\u00e1 eine Quelle aufbereiten, die mit einem lauten Murmeln bis zur Oberfl\u00e4che durchdrang und Murmelnde Quelle genannt wurde. Ende des 18. Jahrhunderts wurde sie umbenannt und mit einem vom Vornamen eines m\u00e4nnlichen Mitglieds der Adelsfamilie abgeleiteten Namen bezeichnet. In diesem Fall ging es um Amand Serenyi, und deshalb bekam sie die Bezeichnung Amandka.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/luhacovice.cz\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/aloiska-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8480\" width=\"164\" height=\"264\" srcset=\"https:\/\/luhacovice.cz\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/aloiska-1.jpg 299w, https:\/\/luhacovice.cz\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/aloiska-1-250x401.jpg 250w, https:\/\/luhacovice.cz\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/aloiska-1-120x193.jpg 120w\" sizes=\"(max-width: 164px) 100vw, 164px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Um das Jahr 1860 wurde eine weitere Quelle aufbereitet. Urspr\u00fcnglich hie\u00df sie Hlavn\u00ed, sp\u00e4ter wurde sie nach dem Grafen Vinzent Serenyi in Vincentka umbenannt. Berichte \u00fcber die Heilkraft des Wassers aus Luha\u010dovice haben sich in die Umgebung ausgebreitet, und an den Quellen sind allm\u00e4hlich die ersten G\u00e4ste erschienen. F\u00fcr einen mehrt\u00e4gigen Aufenthalt, welcher Voraussetzung f\u00fcr einen Heilungseffekt war, gab es keine Unterkunft, es mangelte an Verpflegungsm\u00f6glichkeiten sowie an Heilanstalten. Das Interesse f\u00fcr die hiesigen Quellen nahm allm\u00e4hlich zu, und der damalige Besitzer des Herrenguts in Luha\u010dovice lie\u00df im Jahre 1789 in der N\u00e4he der Quellen eine Gastst\u00e4tte mit einigen G\u00e4stezimmern als Unterkunftsm\u00f6glichkeit bauen. Den Aufschwung des Badeorts haben Berichte \u00fcber erfolgreiche Heilungsaufenthalte sowie zahlreiche medizinische Arbeiten unterst\u00fctzt, welche die wohltuende Heilkraft des &#8222;Wassers aus Luha\u010dovice &#8220; hoch bewertet haben. Fachbezogene Gutachten mit positiver Beurteilung waren die Ursache einer gesteigerten Ausfuhr dieses Mineralwassers sowie der Grund f\u00fcr die wachsende Patientenzahl.<\/p>\n\n\n\n<p>Ende des 18. Jahrhunderts nahmen die Bauarbeiten in der Umgebung der Quellen betr\u00e4chtlich zu. Es wurden H\u00e4user Z\u00e1me\u010dek, Vincenc\u016fv d\u016fm, Stola\u0159sk\u00fd d\u016fm, Venkovsk\u00fd d\u016fm und noch weitere mit G\u00e4stezimmern errichtet. Im Jahre 1795 wurde die St.-Elisabeth-Kapelle gebaut, an deren Fassade das Wappen der Grafenfamilie Serenyi dargestellt wurde. Das Glockengel\u00e4ute in ihrem kleinen Turm hat den Anfang und das Ende des Heiltages gemeldet. Die Kapelle steht bis heute und ist der \u00e4lteste Bau des Kurortzentrums. In der Mitte des 19. Jahrhunderts hatte der Kurort 10 benannte H\u00e4user mit 83 Zimmern, zwei K\u00fcchengeb\u00e4ude und zwei Pl\u00e4tze &#8211; den Hauptplatz und den Josefsplatz &#8211; Hlavn\u00ed und Josefsk\u00e9 n\u00e1m\u011bst\u00ed. Im Jahre 1895 verzeichnete der Badeort die bis zu diesem Zeitpunkt h\u00f6chste G\u00e4stezahl &#8211; bis 1 700. Gerade in diesem Jahr zeigten sich jedoch die bisher verborgenen Widerspr\u00fcche. Die Badeg\u00e4ste haben sich \u00fcber die verfallende Innenausstattung der Badegeb\u00e4ude und Heilr\u00e4ume beschwert. Sie haben mehr Komfort gefordert, weil in manchen Geb\u00e4uden sogar die Grundausstattung gefehlt hatte. Ende des 19. Jahrhunderts war der Kurort Luha\u010dovice von Stagnation und drohendem Verfall betroffen. Die Umwandlung des Badeortes auf eine Aktiengesellschaft im Jahre 1902 wurde zu einem bedeutenden Markstein f\u00fcr Luha\u010dovice. Es wurde die Eisenbahnstrecke \u00dajezdec u Luha\u010dovic &#8211; Luha\u010dovice gebaut, welche f\u00fcr die Stadt unerl\u00e4\u00dflich wurde; nach Luha\u010dovice fuhren nun Direktz\u00fcge aus Praha, Brno und Olomouc (1905). Anfang des Jahres 1902 fand die Gr\u00fcndungsversammlung der Aktiengesellschaft statt, zum Vorsitzenden des Verwaltungsrates wurde Graf Otto Serenyi gew\u00e4hlt, zum Direktor des Kurorts und Anreger der Entstehung der Aktiengesellschaft wurden MUDr. Franti\u0161ek Vesel\u00fd und dessen Verwalter der Slowake Cyril Holuby. Alle haben sich f\u00fcr dessen bestm\u00f6gliche Entwicklung, Ausstattung und hohen Heilungsstandard eingesetzt.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/luhacovice.cz\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/jurkovicuv-dum-stara-fotografie.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8498\" width=\"266\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/luhacovice.cz\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/jurkovicuv-dum-stara-fotografie.jpg 640w, https:\/\/luhacovice.cz\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/jurkovicuv-dum-stara-fotografie-250x158.jpg 250w, https:\/\/luhacovice.cz\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/jurkovicuv-dum-stara-fotografie-120x76.jpg 120w\" sizes=\"(max-width: 266px) 100vw, 266px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Sie haben den Heilquellen ihre au\u00dferordentliche Pflege gewidmet und waren sich der Bedeutung des reichen kulturellen Gesellschaftslebens von hoher Qualit\u00e4t in diesem Gebiet bewusst. Gemeinsam mit ihnen hat den Traum von einem modernen und komfortablen Badeort der Architekt Du\u0161an Jurkovi\u010d realisiert. Sein Werk ist das Ergebnis der Bem\u00fchung, das Milieu, in welchem er lebte, zu verstehen, dessen Werte zu erkennen und zu sch\u00fctzen und die Leute, f\u00fcr die er t\u00e4tig war, zu verstehen. Sein Gef\u00fchl f\u00fcr das Milieu und das Verstehen des Ortes kann man bis heute bei der Besichtigung des Jurkovi\u010d-Hauses (fr\u00fcher Jan-Haus) auf dem L\u00e1ze\u0148sk\u00e9 n\u00e1m\u011bst\u00ed (Kurortplatz), des nicht weit gelegenen und heute wundersch\u00f6n rekonstruierten H\u00e4uschens Chaloupka, oder in dem reizvollen Bad Slune\u010dn\u00ed l\u00e1zn\u011b, in dem Geb\u00e4ude Jest\u0159ab\u00ed und in der Wasserheilanstalt Vodol\u00e9\u010debn\u00fd \u00fastav bewundern. Alle diese Bauten stellen ein Dokument \u00fcber die Gr\u00f6\u00dfe der Kunst von Du\u0161an Jurkovi\u010d dar, doch sie unterstreichen zugleich auch die au\u00dfergew\u00f6hnliche Umgebung, welche den Sch\u00f6pfer inspiriert hat. Die finanziellen M\u00f6glichkeiten der Aktiengesellschaft haben jedoch f\u00fcr den Bau einer w\u00fcrdigen Kulturst\u00e4tte nicht gereicht. Diese Aufgabe hat die Genossenschaft f\u00fcr den Bau des Kurtheaters \u00fcbernommen. Zum Initiator und begeisterten Organisator der ganzen Aktion wurde der ausgezeichnete Badearzt Dr. Zikmund Janke. Der Betrieb des Theaters begann im Jahre 1908, doch mit gro\u00dfen Schwierigkeiten und Schulden. Trotzdem war der Bau des Theaters ein gro\u00dfer Beitrag zum kulturellen Leben des Badeortes.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/luhacovice.cz\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/inhalatorium-stara-fotografie.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8492\" width=\"266\" height=\"168\" srcset=\"https:\/\/luhacovice.cz\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/inhalatorium-stara-fotografie.jpg 640w, https:\/\/luhacovice.cz\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/inhalatorium-stara-fotografie-250x159.jpg 250w, https:\/\/luhacovice.cz\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/inhalatorium-stara-fotografie-120x76.jpg 120w\" sizes=\"(max-width: 266px) 100vw, 266px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Nach der Kriegsstagnation stellte die Entstehung der Tschechoslowakei einen neuen Anfang von neuer Entwicklung der Stadt Luha\u010dovice dar. Im Jahre 1922 wurde in der N\u00e4he des Bahnhofs der Bau des Gemeindeamts und der B\u00fcrgerschule abgeschlossen. Am Aufbau von Luha\u010dovice beteiligten sich bekannte Architekten, die der Stadt einen eigenartigen Reiz und nicht wiederholbares Antlitz eingepr\u00e4gt haben. Arch. Bohuslav Fuchs beteiligte sich am Bau des Wei\u00dfen Stadtviertels (B\u00edl\u00e1 \u010dtvr\u0165), Arch. J. L. Holzl projektierte das Hotel Arco (heute das Kurhaus Morava), die Br\u00fcder Kuba haben sich mit ihrem Projekt am Bau der im Jahre 1930 beendeten Turnhalle des Sokolvereins beteiligt, u.a. Im Jahre 1928 wurde die Talsperre oberhalb der Gemeinde Luha\u010dovice fertiggestellt und eingelassen. Im Jahre 1931 wurde die Gemeinde elektrifiziert. Das Aussehen des Kurareals \u00e4ndert sich radikal im Jahre 1934 durch den Bau des Gesellschaftshauses nach dem Entwurf des Architekten J. Roit. Trotz der gro\u00dfen Bauentwicklung, die mit einer vergr\u00f6\u00dferten Einwohnerzahl und auch einer fortschreitenden Modernisierung der Ortschaft einherging, dauerte es fast 6 Jahre ab der Einlangung des Gesuches bei der Regierung, bis Luha\u010dovice zur Stadt ernannt wurde. Dies geschah am 3. Juli 1936. Ab der Einreichung des Gesuches um Ernennung zur Stadt hatte sich die Gemeinde Luha\u010dovice bem\u00fcht, dass Luha\u010dovice auch mit ihrem Aussehen ein st\u00e4dtisches Gepr\u00e4ge annehme. Es wurde eine neue Dominante des Stadtzentrums &#8211; das Sparkassengeb\u00e4ude erbaut, das am 15. August 1937 feierlich er\u00f6ffnet wurde, das heutzutage Geb\u00e4ude des Stadtamts ist. In den 30-er Jahren hatte Luha\u010dovice polizeiliche Kompetenzen, sie war auch eine Stadt kleiner Gewerbetreibender, deren Gewerbe sich ganz dem Kur- und Saisoncharakter der Ortschaft unterzogen, sie hatte eine B\u00fcrger- und Mittelschule sowie einen Kindergarten.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Jahre 1930 wurde zum Hauptort der kulturellen Veranstaltungen der Saal der neuen Turnhalle des Sokolvereins und seit dem Jahre 1935 vor allem das Gesellschaftshaus (Spole\u010densk\u00fd d\u016fm) im Areal des Kurorts, das auch au\u00dferhalb der Kursaison viel genutzt wurde. In dieses sich entwickelnde Gesellschafts- und Kulturleben griffen der II. Weltkrieg und die Besetzung ein. Luha\u010dovice wurde am 16. M\u00e4rz 1939 besetzt. Im Mai 1941 wurden die Juden aus der Stadt nach Terez\u00edn transportiert, die meisten sind nie zur\u00fcckgekehrt. Das gleiche Schicksal hat auch die Zigeuner aus Luha\u010dovice getroffen. Pensionen, Villen und Hotels nutzte man zur Unterkunft der deutschen Jugend, einschlie\u00dflich des Schulgeb\u00e4udes. Mit der Befreiung begann f\u00fcr das Bad Luha\u010dovice eine neue Etappe der Entwicklung. Die Leitung des Bades erwirkte eine Projektdokumentation und begann eine gro\u00dfz\u00fcgige L\u00f6sung des Platzes. Die gro\u00dfe Kolonnade mit ihrem effektvollen Bogengrundri\u00df entlang des Fu\u00dfes von Velk\u00e1 Kamenn\u00e1 ist mit einer Verglasung aufgelockert, welche einen Ausblick ins Gr\u00fcne erm\u00f6glicht. Die m\u00e4chtige Masse der Halle Vincentka ist durch die horizontale Linie der Kleinen Kolonnade und Poliklinik gemmildert. Das Bad von Luha\u010dovice hat somit nicht nur die notwendigen Funktionsr\u00e4ume, sondern auch bedeutende Panoramadominanten, welche gemeinsam mit dem Jurkovi\u010d-Haus ein charakteristisches Gepr\u00e4ge der Ortschaft darstellen. Zum B\u00e4dermilieu geh\u00f6ren unteilbar auch gestaltete und geschm\u00fcckte Parks, Statuen und Springbrunnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Den bekanntesten Springbrunnen in Luha\u010dovice hat Jan Kavan geschaffen, dieser wurde von der Weltausstellung EXPO 58 in Br\u00fcssel hertransportiert, deswegen wird er Br\u00fcsseler Springbrunnen genannt. Auf dem B\u00e4derplatz befindet sich der Kreisspringbrunnen. Der neueste Springbrunnen in Luha\u010dovice ist Bestandteil der im Jahre 2000 auf dem 28.-Oktober-Platz erbauten Dominante des Kreisverkehrs. Die Mineralquellen sind das wertvollste des Kurorts und durch nichts zu ersetzen. Seit alters her wurde ihnen viel Aufmerksamkeit gewidmet, und die F\u00fcrsorge um die Mineralquellen wurde nie unterbrochen. Auf Grund hydrogeologischer Untersuchungen wurde best\u00e4tigt, dass es weitere relativ ausgiebige Quellen von Heilwasser gibt. Die falsche Annahme, dass sich die Kapazit\u00e4ten einzelner Quellen gegenseitig negativ beeinflussen, wurde widerlegt. Im Jahre 2000 wurde die neueste St.-Josef-Quelle von Luha\u010dovice an der unl\u00e4ngst errichteten St.-Familie-Kirche feierlich eingeweiht. Die Geschichte der Stadt Luha\u010dovice ist mit dem Aufbau in der Ortschaft, mit der Natur und dem B\u00e4derwesen eng verbunden. Auch das kulturelle Leben ist mit den typischen Bauten &#8211; vor allem mit dem Kurtheater, Gesellschaftshaus, dem st\u00e4dtischen Haus, st\u00e4dtischen Kulturzentrum Elektra eng verbunden. Im Vordergrund des kulturellen Lebens stand immer die Musik, die f\u00fcr einen Bestandteil des Heilprozesses gehalten wird, weil sie den psychischen Zustand des Patienten positiv beeinflusst. Die Konzerte auf der Kolonnade sind immer noch ein unteilbarer Bestandteil der Nachmittage in Luha\u010dovice. Viele K\u00fcnstler waren in Luha\u010dovice zur Kur und sind zu den Fans des Ortes geworden. Zu ihnen geh\u00f6rte Leo\u0161 Jan\u00e1\u010dek, der Luha\u010dovice f\u00fcnfundzwanzig mal besuchte, er liebte die Stadt, sie wurde f\u00fcr ihn zu einem Platz der medizinischen Behandlung, der Entspannung, Komponistent\u00e4tigkeit sowie der Schicksalsinspiration. In Luha\u010dovice entstand der gr\u00f6\u00dfte Teil von Glagolsk\u00e1 m\u0161e und Grundrisse zur Oper Das schlaue F\u00fcchslein. Die Gegend jenseits des Waldes um Luha\u010dovice wurde f\u00fcr ihn auch zu einem dankbaren Gebiet gut geeignet zum Volksliedersammeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Vl. Vokurka charakterisiert in seinem Buch Jan\u00e1\u010dek a Luha\u010dovice (Jan\u00e1\u010dek und Luha\u010dovice) seine enge Beziehung zu dem Bad mit folgenden Worten: &#8222;Jan\u00e1\u010deks Beziehung zu Luha\u010dovice war intim, aufrichtig und dauernd. Er ist allj\u00e4hrlich in sein Bad zur\u00fcckgekehrt, um sich durch das launige, vielseitige und sorgenfreie Leben hinrei\u00dfen zu lassen, wo seine uners\u00e4ttliche Sinneswahrnehmung Befriedigung, Ruhe und zugleich eine ganze Reihe von sch\u00f6pferischen Ideen und Inspirationen fand.&#8220; Zu seinen Ehren wird allj\u00e4hrlich das Musikfestival Jan\u00e1\u010dek und Luha\u010dovice veranstaltet. Ins Bad kamen gerne auch weitere Komponisten, Dirigenten und S\u00e4nger, zum Beispiel Otakar Ostr\u010dil, Josef Suk, Dr. Janko Blaho, Libu\u0161e Doman\u00ednsk\u00e1 , Sylvie Kodetov\u00e1. Die angenehme Naturumgebung und die einmalige Atmosph\u00e4re sind zur Inspiration von vielen Photographen und Malern geworden. Einige von ihnen haben sich in Luha\u010dovice f\u00fcr immer niedergelassen, wie Otto Otmar, der Impressionist Franti\u0161ek Pe\u010dinka und der Grafiker Ji\u0159\u00ed Pac\u00e1k. Luha\u010dovice ist mit dem Schaffen von Anton\u00edn Slav\u00ed\u010dek, Jo\u017ea \u00daprka, Zde\u0148ka Vorlov\u00e1 und von vielen anderen ungeteilt verbunden. Es ist wohl nicht m\u00f6glich, all diejenigen zu nennen, die Luha\u010dovice lieben und welche sich hier aufhalten oder aufgehalten haben. \u00dcber die Natursch\u00f6nheiten des Bades von Luha\u010dovice, die gro\u00dfe Heilkraft der Mineralquellen, \u00fcber die k\u00f6stliche durch duftende Essenzen ges\u00e4ttigte Luft der umliegenden W\u00e4lder sprachen w\u00e4hrend dessen Existenz viele einfache Leute sowie Pers\u00f6nlichkeiten mit ber\u00fchmten Namen. Bis heute gibt es in Luha\u010dovice genug Sachen, die man bewundern, entdecken, beobachten und annehmen kann. Sie sprechen immer noch an, verzaubern und locken zu Besuchen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die ersten Spuren einer slawischen Besiedlung in dieser Gegend sind schon im 7. und 8. 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